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Dem Steuerzahlerbund in Sachsen-Anhalt fehlen Sachkenntnis und historische Bildung

Zur Kritik des Bundes der Steuerzahler Sachsen-Anhalts am Neubau einer Synagoge in Magdeburg erklärt der religionspolitische Sprecher Wulf Gallert:

"Die heute veröffentlichte Kritik des Bundes der Steuerzahler Sachsen-Anhalt am Vorhaben, eine Synagoge in Magdeburg zu errichten, strotzt vor Unkenntnis in der Sache und ist auch politisch falsch. Sowohl das Projekt des Synagogenneubaus als auch die Beteiligung des Landes an einer entsprechenden Finanzierung wird seit mehr als 10 Jahren in verschiedenen Gremien auch des Landtages von Sachsen-Anhalt diskutiert. Die nun gefundene Variante, eine Synagoge als Teil eines Gebäudekomplexes zu bauen, ist die mit Abstand preiswerteste, die seit langer Zeit diskutiert wird.

Besonders fatal erscheint die Kritik des Bundes der Steuerzahler an diesem Projekt, weil die dafür angedachten Summen aus dem Landeshaushalt einen kleinen Bruchteil der Mittel ausmachen, die für ähnliche Zwecke der evangelischen und katholischen Kirche zur Verfügung gestellt werden. Es stellt sich schon die Frage, warum das Projekt neue Synagoge Magdeburg (2,8 Mio. Euro) vom Bund der Steuerzahler kritisiert wird, nicht aber die mehr als 100 Mio. Euro öffentlicher Mittel vom Land Sachsen-Anhalt und den Kommunen für das Reformationsjubiläum, die jährlich fließenden Mittel innerhalb der Kulturstiftung für 4 Dome im Land Sachsen-Anhalt oder die erheblichen Mittel z. B. aus dem Denkmalschutz, die darüber hinaus jährlich für die Sanierung von Kirchen bereitgestellt werden.

Die fast vollständige  Zerstörung aller Spuren jüdischen Lebens und der Synagogen durch den Nationalsozialismus machen einen Neubau einer Synagoge in Magdeburg notwendig. Manchmal würde ein Blick in die Geschichtsbücher auch für den Bund der Steuerzahler hilfreich sein."


Magdeburg, 6. September 2019


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