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Monika Hohmann zu TOP 19: Kinder- und Jugendgipfel für Sachsen-Anhalt

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren,

die politische Debatte über notwendige Maßnahmen zur Bewältigung der Corona Krise wurde in der Zeit von März bis Mai 2020 nahezu vollständig aus der Perspektive Erwachsener geführt. Daher muss die Frage erlaubt sein: Betrifft die Krise nur sie?

So nach und nach zeigen uns erste Studien auf, unter welchen außerordentlichen belastenden Situationen und erheblichen Einschnitten Kinder und Jugendliche während der Pandemie zurechtkommen mussten.

Zudem zeigen Studien auf:

• Wer armutsbetroffen oder in prekärer Erwerbslage ist, erlebt im Alltag eine zusätzlich stark belastende Gemengelage. Sorgen um die wirtschaftliche Situation machen sich die Mehrzahl der Familien, umso mehr, je geringer das Einkommen ist. Berufliche Sorgen haben viele Familien, von existenziellen berichtet jede fünfte.

• Eltern nennen als Hauptsorgen die Entwicklung der Kinder, Auswirkungen von Kontaktbeschränkungen und Kita- bzw. Schulschließungen auf die Kinder. Weitere Sorgen sind: die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Berufstätigkeit sowie die eigenen Kontaktbeschränkungen zu Familien und Freunden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

 gleichzeitig deckte die Krise auch Fehlstellen und Unzulänglichkeiten in vielen gesellschaftlichen Bereichen auf und machte sie sichtbar. Als Beispiel sei die Digitalisierung an Schulen und die Bereitstellung von Endgeräten genannt.

Deshalb müssen wir die Interessen der Kinder und Jugendlichen auf jeden Fall mit in die Pandemiepläne aufnehmen. Nur so kann sichergestellt werden, dass man in vergleichbaren Situationen weiß: Was brauchen Kinder und Jugendliche? Welche ihrer Interessen müssen wir berücksichtigen? Daher forderten wir in unserem Antrag einen Kinder- und Familiengipfel einzuberufen. Wir begrüßen es, dass die Koalition unserem Anliegen gefolgt ist, in dem sie sich für einen Fachtag ausgesprochen hat. Ich hoffe, dass dieser nun zeitnah stattfindet, um aufbauend auf den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown und den Ergebnissen vorhandener Studien gut auf einen möglichen zweiten Lockdown vorbereitet zu sein.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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