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Kerstin Eisenreich zu TOP 18: „Neuer Wald kommt nicht (nur) allein“

Anrede

Der Wald mit seinen für uns Menschen sehr vielfältigen und wichtigen Funktionen leidet, auch in Sachsen-Anhalt. Er leidet unter zahlreichen Kalamitäten und den rasanten Änderungen des Klimas. Dazu haben wir auch in dieser Legislatur hier im Hohen Haus mehrfach Lösungsansätze debattiert. Der Handlungsdruck ist groß, wenn wir den Wald mit seiner Gemeinwohl- und Klimaschutzfunktion erhalten wollen. Diese Signale sind richtigerweise auch bei der Bundesregierung angekommen. Mit dem „Nationalen Waldgipfel“ wurde dies thematisiert und auch entsprechende Mittel in Aussicht gestellt.

Ein zukunftsfähiger und klimastabiler Wald braucht Geld, ja, und es muss in Maßnahmen fließen, die genau diesem Ziel dienen.

Nur Geld allein bewirkt noch nichts. Es braucht Menschen, Menschen, die sich mit Forschung, Ideen und Konzepten für einen naturgemäßen Waldumbau befassen, im engen Austausch mit der Praxis. Generell sind diese riesigen Aufgaben nur gemeinsam und im ständigen Dialog von Praxis, Verwaltung, Politik und Forschung zu bewältigen.

Auch die Umsetzung von Konzepten, Initiativen und Projekten braucht qualifiziertes Personal in den landeseigenen Betrieben Landesforstbetrieb und Landeszentrum Wald, Menschen, die in der Fläche einen naturnahen Waldumbau realisieren und dies unter guten Arbeitsbedingungen, damit diese Arbeit auch für junge Menschen attraktiv ist und bereits Beschäftige nicht nur auf Verschleiß fahren. Dazu gehören neben guter Bezahlung eben auch Entwicklungsperspektiven durch Weiterbildung und ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Dazu gehört auch, dass der angestrebte Umbau der Forstverwaltung in Sachsen-Anhalt zügig zu einer effektiven und nachhaltigen Verwaltung vorangetrieben wird. Und deshalb sollten alle noch unbesetzten Stellen schnellst möglich besetzt und allen Auszubildenden eine berufliche Perspektive gegeben werden.

Wenn wir den Waldumbau schaffen wollen, müssen wir als Land alle Möglichkeiten zur Unterstützung ausschöpfen, Erleichterungen, Fördermöglichkeiten, unbürokratische Optionen bieten und uns nicht im Gewirr von Zuständigkeiten und persönlichen Befindlichkeiten verlieren. Viel Zeit bleibt nicht!


Stellenausschreibung Pressesprecher*in

Für unsere Fraktion suchen wir zum 1. September 2020 am Dienstort Magdeburg eine Pressesprecherin / einen Pressesprecher in Vollzeit (40 Wochenstunden).

Weitere Infos...

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Positionspapier zu unseren Fachtag "Die extreme Rechte bekämpfen in Zeiten des Rechtsrucks" am 29. November in Halle.

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