Das krasse style-Element
 
 

Videoclip: "Mindesthonorar - Ausweg aus der Armutsfalle?!

 

Aus dem Solidarfonds

25. April 2017 Thomas Lippmann/Presseerklärung/Bildungspolitik/Schulpolitik

Überlastete Lehrkräfte werfen das Handtuch

In den Schulen des Landes ist seit dem Beginn des Schuljahres ein rasanter Anstieg bei den Langzeiterkrankungen von Lehrkräften (Krankheit länger als 6 Wochen) und bei den Kündigungen von Arbeitsverhältnissen zu verzeichnen. Gegenüber dem Schuljahr 2015/16 betrug die Steigerung bei den Langzeiterkrankungen allein im ersten Schulhalbjahr 2016/17 fast 50 Prozent. Die vorzeitige Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigungen wird sich im laufenden Schuljahr gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die LINKE hervor. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Lippmann: „Die durch den fortschreitenden Personalmangel hervorgerufene permanente Überlastung der Lehrkräfte und die wachsende Berufsunzufriedenheit der Lehrkräfte mit den Rahmenbedingungen in den Schulen machen krank und lassen immer mehr Lehrkräfte nach Jahrzehnten erfolgreicher und erfüllter Berufstätigkeit scheitern. Dies ist ein dramatischer Befund und ein Armutszeugnis für die schwindsüchtige Bildungspolitik, die unter Duldung von Ministerpräsident Haseloff dem Land von seinen Finanz- und Kultusministern seit Jahren zugemutet wird. Besonders durch die Unkenntnis und Ignoranz von Bildungsminister Tullner gegenüber den realen Verhältnissen im schulischen Alltag werden in rascher Folge immer wieder fatale Fehleinschätzungen getroffen und so den Lehrkräften immer neue Aufgaben und Belastungen aufgebürdet, die diese immer weniger schultern können. Wenn ein Bogen aber überspannt wird, bricht er. Diese Erfahrung machen in diesem Schuljahr immer mehr Schulen, in denen die Unterrichtsversorgung wegen fehlender Lehrkräfte wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Die Folgen der ständigen Kürzungen waren vorhersehbar, erschrecken aber in ihrer Dimension dennoch. Immer mehr Lehrkräfte halten dem Druck nicht mehr stand und geben auf. So musste allein im ersten Schulhalbjahr bei 338 Lehrkräften eine Langzeiterkrankung neu festgestellt werden, während nur 93 Lehrkräfte wieder in den Schuldienst zurückgekehrt sind. Derzeit sind weit mehr als 500 Lehrkräfte und damit etwa 4 Prozent aller für die Schulen vorgesehenen Lehrkräfte langzeiterkrankt. Gleichzeit nimmt die Kündigung von Arbeitsverträgen explosionsartig zu. Bis zum Ende des Schuljahres wird das Arbeitsverhältnis mit mindestens 84 Lehrkräften durch Kündigungen beendetet werden, weil die Beschäftigten nicht mehr länger in unseren Schulen arbeiten wollen oder können. Angesichts dieser Fakten sollte Minister Tullner endlich einsehen, dass seine Personalpolitik, die auf Arbeitsverdichtung und sogenannte „Effizienzsteigerung“ setzt, gescheitert ist und in unverantwortlicher Weise die Gesundheit seiner Beschäftigten ruiniert. Um die ausscheidenden Kolleg*innen vollständig zu ersetzen und das Grunddefizit in der Unterrichtsversorgung auszugleichen, müssen zum Beginn des neuen Schuljahres mindestens 650 Lehrkräfte neu eingestellt werden, um überhaupt eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent zu erreichen. Um das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag von 103 Prozent erfüllen zu können, wären noch einmal weiter 350 Neueinstellungen erforderlich. Wenn Minister Tullner nicht Willens oder nicht in der Lage ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen, sollte er darüber nachdenken, ob er den richtigen Job hat. Den unbestreitbaren Unterrichtsbedarf weiterhin zu leugnen und den Schulen einfach die Zuweisungen zu kürzen, ist ein Taschenspielertrick und wird das Schulsystem immer tiefer in die Krise führen.“ Magdeburg, 25. April 2017  Mehr...

 
 

Zur Zeit wird gefiltert nach: Schulpolitik

26. Juni 2017

Gemeinsam gegen Kinderarmut

Großer Andrang beim Netzwerktreffen gegen Kinderarmut im Familienhaus Magdeburg

Die Arbeit im Netzwerk gegen Kinderarmut nimmt Fahrt auf! Am Wochenende kamen über 50 Vertreterinnen und Vertreter von rund 25 Organisationen, Verbänden und Parteien zusammen, um gemeinsam über Ursachen von Kinderarmut und Maßnahmen gegen diese erschütternde Ungerechtigkeit zu diskutieren. Den nötigen inhaltlichen Background lieferten die Fachreferate von Heinz Hilgers (Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes) und Prof. Michael Klundt (Prof. für Kinderpolitik und Armutsforschung).

Wir freuen uns über diese große Resonanz. Denn eins ist klar: Der Kampf Kinderarmut ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der wir uns nur gemeinsam stellen können.

Weitere Meldungen
21. Juni 2017 Andreas Höppner/Reden/Schulpolitik/Gesundheit/Landwirtschaft

Andreas Höppner zu TOP 28: Gesunde Ernährung von Kita- und Schulkindern und regionale Versorgung fördern

Anrede, Man stelle sich vor, mit schlechtem Schulessen ist Schluss und allen Kindern in Kita und Schule schmeckt es. Man stelle sich vor, alle Kinder- und Jugendliche nehmen an der Schulspeisung teil und das Essen wird auch noch direkt vor Ort in der eigenen Schulküche gekocht. Man stelle sich auch vor, das Essen kann in ansprechenden... Mehr...

 
19. Juni 2017 Birke Bull-Bischoff/Presseerklärung/Bildungspolitik/Schulpolitik/Migration und Asyl

Mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen für junge Geflüchtete

Aus Anlass des morgigen Weltflüchtlingstages erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt, Birke Bull-Bischoff: „Bildung ist ein wichtiger Schlüssel für erfolgreiche Integration. Das gilt nicht nur, jedoch vor allem für Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland kommen. Insbesondere Kinder und... Mehr...

 
16. Juni 2017 Andreas Höppner/Presseerklärung/Ernährung/Landwirtschaft/Schulpolitik

Gesund, frisch, regional – zurück zur eigenen Schulküche

Die Fraktion DIE LINKE setzt sich in der kommenden Landtagssitzung für eine Erweiterung des Schulobst- und Schulmilchprogramms der EU ein und fordert die Landesregierung darüber hinaus auf, ein Förderprogramm zur Eigenversorgung in den Schulen, sprich für eigene Schulküchen, aufzulegen. Dazu erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher Andreas... Mehr...

 
Fraktion im Bild
410115
Presseerklärungen
5. Mai 2017 Thomas Lippmann/Reden/Bildungspolitik/Schulpolitik

Thomas Lippmann zu TOP 7c: Lehrkräfte einstellen. Jetzt!

Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren, die Unterrichtsversorgung für das kommende Schuljahr kann beim gegenwärti-gen Stand der Vorbereitungen nicht gesichert werden. Und das auch dann nicht, wenn die am letzten Freitag hektisch ins Netz gestellte Stellenausschrei-bung vollständig Erfolg hätte. Bleibt es bei... Mehr...

 
28. April 2017 Thomas Lippmann/Presseerklärung/Bildungspolitik/Schulpolitik

Keine Aussicht auf Besserung – Regierung versagt erneut bei der Unterrichtsversorgung

Nach Kenntnis eines erneuten Antrages der Fraktion die LINKE zur Sicherung der Unterrichtsversorgung „Lehrkräfte einstellen, jetzt!“ für die Landtagssitzung in der nächsten Woche hat das Bildungsministerium nun hektisch den Versuch einer Reaktion unternommen und die schon länger angekündigte Stellenausschreibung für 370 Lehrereinstellungen heute... Mehr...