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Videoclip: "Mindesthonorar - Ausweg aus der Armutsfalle?!

 

Aus dem Solidarfonds

30. September 2016 Reden/LSBTTI/Gleichstellungspolitik/Eva von Angern

Eva von Angern zu TOP 18: „Aktionsprogramm für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTI)“ sofort beenden - Familien mit Kindern fördern statt sexueller Minderheiten.

Vielfältige Familienformen und Lebensweisen sind heute Alltag - auch in Kindertagesstätten.Kinder wachsen heute in einer bunten Welt auf: Ob in der Krabbelgruppe, der Kita oder auf dem Spielplatz – sie treffen Familien aus verschiedenen Ländern, sie spielen mit Kindern von Alleinerziehenden oder mit Kindern, die zwei Mamas oder zwei Papas haben. Doch nicht immer sind die nötigen Materialien vorhanden, diese Themen pädagogisch aufzugreifen. Der sogenannte Kita-Koffer unterstützt Fachkräfte in Kitas in diesem Erziehungsauftrag. Spielerisch kann mit den dort vorhandenen Materialien die Akzeptanz von Vielfalt als Gewinn für alle erfahrbar gemacht und dem Entstehen von Vorurteilen entgegengewirkt werden.Der Kita-Koffer enthält - entgegen aller anderen Behauptungen seitens der AfD  - ausschließlich Bilderbücher und Spiele für die Arbeit mit Kindern sowie pädagogisches Informations-Material für Erzieherinnen und Erzieher. Doch Sie, meine Herren und Damen von der AfD suggerieren immer wieder, dass der Kitakoffer Anleitungen zu Sexpraktiken und sämtlichen hierfür erforderlichen Utensilien enthält. Wie verantwortungslos Ihrerseits. So wird Menschenfeindlichkeit weiter von Ihnen geschürt. Wenn das Thema nicht so ernst wäre, würde ich sagen, dass all Ihre Verlautbarungen zu diesem Thema Ihren schmutzigen Fantasien entspringen. Doch das würde Ihr eigentliches Ansinnen verharmlosen.Politiker der AfD bundesweit machen immer wieder mit Ausfällen gegen die Lebensweise von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen und intergeschlechtlichen Menschen Schlagzeilen. So bezeichnete Björn Höcke Gender-Mainstreaming als „Geisteskrankheit“, Beatrix von Storch nannte es eine „politische Geschlechtsumwandlung“.Einfach nur abscheulich. Und das tun Sie mit absolutem Vorsatz. Unkommentiert und unwidersprochen ist auf Ihrer Facebookseite ein Eintrag zu finden, der formuliert – ich zitiere: „…alles, was gleichgeschlechtlich ist, ist abartig…“ Anträge wie dieser fördern solche menschenverachtenden, homophoben Positionen.Und Sie agieren vorsätzlich. Sie wissen, dass Sie unsinnige Märchen über den Inhalt des sogenannten Kita-Koffers in die Welt setzen. Sie wissen, dass Sie unwahre Behauptungen über die pädagogische Arbeit in Kitas tätigen. Und Sie ziehen damit zugleich die engagierte Arbeit von vielen Erzieher*innen in Misskredit.In der Landespressekonferenz redeten Sie noch schön, dass Sie Minderheiten nicht diskriminieren wollen, sondern sich für Mehrheiten einsetzen wollen. Doch das ist absurd und zeigt wiederum, welche Ziele Sie eigentlich verfolgen. Sie diffamieren, grenzen aus und spielen soziale Gruppen gegeneinander aus. Das ist widerlich. Und das wird auch nicht durch Schönreden oder Wiederholen von falschen Behauptungen besser.Die Politik ist im Besonderen für den Schutz von Minderheiten verantwortlich. Hierin zeigt sich Menschlichkeit. Hierin zeigt sich der Umgang mit Menschenwürde. Doch diese Worte scheinen Ihnen fremd zu sein.Und als ich Ihren Antrag zum ersten Mal las, fragte ich mich spontan: Welche Gruppe wird durch Sie im Oktoberplenum diffamiert werden? Welche im Monat November und welche im Dezember?Werden es gleichstellungspolitisch engagierte Frauen sein?Werden es Naturschützer*innen sein?Werden es Antifaschist*innen sein?Werden es Menschen mit Behinderungen sein? Erinnern wir uns an Ihren entlarvenden Satz im Rahmen der Debatte zu den Frauenhäusern: Ein barrierefreies Frauenhaus im Land sei ja wohl für behinderte Frauen ausreichend.Sie treten Menschenrechte mit Füßen und das wird insbesondere in einem Antrag wie dem vorliegenden deutlich, und das erinnert mich an Zeiten, die ich meinen Kindern, mir und uns allen unbedingt ersparen möchte.Das Begegnungs- und Beratungszentrum Lebensart in Halle hat eine hervorragende Stellungnahme zu Ihrem Antrag abgegeben. Bei der Lektüre wird auch für den letzten Unwissenden deutlich, welch` absurder Unsinn in Ihrem Antrag steckt. In den Büchern, die den Kitas empfohlen werden, geht es nicht um Sexualität. Es geht um das reale Leben der Kinder. Um die Vielfalt, in der sie leben. Die Vielfalt von Lebens- und Familienformen.Wir sind leider noch immer mit der traurigen Tatsache konfrontiert, dass „Schwuchtel“ das häufigste Schimpfwort an unseren Schulen ist. Daher war und ist dringender Handlungsbedarf angezeigt und es war ein sehr wichtiges Signal, als der Landtag der letzten Wahlperiode mit den Stimmen aller Fraktionen den Aktionsplan beschlossen hat. Und es ist nur konsequent, so früh wie möglich mit dem Erleben von Normalität zu beginnen. Warum sollen in einer Kita nur Märchen vorgelesen werden, in der sich der Prinz in eine Prinzessin verliebt, wo es doch genau so normal ist, wenn sich eine Prinzessin in eine Prinzessin verliebt? Ich kann darin keine Frühsexualisierung erkennen. Im Übrigen lehne ich dieses Wort zutiefst ab und alle, die es verwenden sollten sich gut überlegen, welche Botschaften sie damit aussenden.Kinder diskriminieren nicht. Sie werten nicht ab. Sie sind vor allem neugierig. Doch sie können Diskriminierung und Abwertung anderer Menschen erlernen. Sie können auch dazu erzogen werden. Wollen wir das? Nein.Ich zitiere das BBZ: „Wir wollen eine Kultur der aktiven Toleranz, in der Vielfalt eine Stärke und Normalität ist.“ Und ich sage hierzu ergänzend: Menschen unabhängig von ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität zu akzeptieren, ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Wir müssen und wollen Vielfalt als Wert und Bereicherung für das gesellschaftliche Zusammenleben begreifen. Und wir werden in diesem Zusammenhang alles dafür tun, dass das Aktionsprogramm mit Leben erfüllt wird. Mehr...

 
 

Zur Zeit wird gefiltert nach: Gleichstellungspolitik

27. März 2017

Bessere Arbeitsbedingungen, Abschaffung der Studiengebühren und mehr Hochschuldemokratie

Hochschulpolitischer Runder Tisch: Unsere Fraktion bringt sich ein und arbeitet an eigenen Vorschlägen zur Verbesserung der Situation an den Hochschulen.

Bessere Arbeitsbedingungen, die Verankerung der Zivilklausel, die Abschaffung der Studiengebühren, eine Stärkung der Hochschulautonomie und –demokratie: Reformbedarf gibt es an unseren Hochschulen zu Hauf. Deshalb haben wir unterschiedliche Akteure an einen Tisch gebracht, um die aktuelle Situation an den Hochschulen Sachsen-Anhalts zu analysieren und mögliche Veränderungsvorschläge konkret zu diskutieren.

Wir haben uns daher sehr gefreut, dass neben unseren Abgeordneten Hendrik Lange und Kerstin Eisenreich auch Rektor*innen, Vertreter*innen des Hauptpersonalrat des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, Vertreter*innen der Personalräte und Studierendenräte der einzelnen Hochschulen so zahlreich teilnahmen und sich konstruktiv einbrachten. Wir werden die Ergebnisse für unsere weitere parlamentarische Arbeit nutzen und bleiben am Ball.

18. Februar 2017

Platz an Seite derer, die für Solidarität und Gerechtigkeit stehen

Rede unseres Fraktionsvorsitzenden Swen Knöchel auf dem Landesparteitag der DIE LINKE Sachsen-Anhalt am 18. Februar 2017 in Wittenberg

Hier in Wittenberg, an einem historischen Ort, wollen wir die Weichen für eine der wichtigsten Entscheidungen unseres Landes, die Bundestagswahl am 24. September, stellen.

Hier in Wittenberg soll der Mönch Martin Luther vor 500 Jahren, an welches Kirchentor auch immer, seine 95 Thesen angeschlagen haben. Luther wollte zur theologischen Disputation herausfordern, er behauptete: „Gerechtigkeit kann man sich nicht kaufen“. 500 Jahre später wissen wir: es war mehr als ein theologischer Streit, die Zeit war reif, für eine gesellschaftliche Umwälzung.

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Weitere Meldungen
7. März 2017 Eva von Angern/Presseerklärung/Gleichstellungspolitik

Gerechtigkeit kennt kein Geschlecht. Ungerechtigkeit schon.

Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags erklären die gleichstellungspolitische Sprecherin Eva von Angern und die Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Dr. Petra Sitte. „Alljährlich liefert der Internationale Frauentag Anlass für Festveranstaltungen, Blumen und warme Worte. Soweit, so gut – aber schlecht, wenn es nur dabei bleibt und... Mehr...

 
2. März 2017 Eva von Angern/Reden/Gleichstellungspolitik

Eva von Angern zu TOP 02: Aktuelle Debatte: Frauenrechte und Gleichstellung weiter voran bringen

Erlauben Sie mir zu Beginn meiner Rede einen Blick zurück: Wir schreiben das Jahr 1919. Es ist der 19. Februar 1919. Wir befinden uns in der Berliner Nationalversammlung und es spricht die Abgeordnete Marie Juchacz: „Meine Herren und Damen!“ Schon hier vermerkt der stenografische Dienst: "Heiterkeit im Plenum" „Es ist das erste Mal, dass... Mehr...

 
24. Februar 2017 Eva von Angern/Presseerklärung/Gleichstellungspolitik

Frauenquote in Aufsichtsräten der Landesgesellschaften ist nicht verhandelbar

Zu den Plänen des Justizministeriums, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Frauenquote in Höhe von 50 Prozent bis Ende 2017 auf 30 Prozent zu senken, erklärt unsere gleichstellungspolitische Sprecherin Eva von Angern: „In weniger als zwei Wochen begehen wir den Internationalen Frauentag. Anstatt so kurz vor diesem wertvollen Datum ein Zeichen... Mehr...

 
Fraktion im Bild
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Presseerklärungen
25. November 2016 Presseerklärung/Gleichstellungspolitik/Eva von Angern

Umsetzung des Landtagsbeschlusses zu Kinderbetreuung in Frauenschutzhäusern

Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Eva von Angern Mehr...

 
20. Oktober 2016 Hendrik Lange/Kleine Anfrage/Hochschulen/Gleichstellungspolitik

Berufungsverfahren Professuren

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