1. März 2018

Zynismus ist, wenn die Landesregierung das IMPULS-Festival beschneidet und sich für besondere Förderakzente im Musikbereich lobt

Unter der Überschrift „Starkes Signal für das Kulturland Sachsen-Anhalt“ hat Kulturminister Robra heute die Ergebnisse der Prioritäten-Beratungen über die im Kulturhaushalt verfügbaren Fördermittel bekannt gegeben und die Förderschwerpunkte im Haushaltsjahr 2018 vorgestellt. Besondere Akzente setze die Staatskanzlei als zuständiges Ressort demnach u.a. bei der Förderung im Musikbereich. Dazu erklärt der kulturpolitische Sprecher Stefan Gebhardt:

„Zunächst bleibt festzuhalten, dass sich die Landesregierung zwar damit brüstet im Jahr 2018 334 Projekte im Bereich Kultur mit rund 24,3 Millionen Euro zu fördern. Beschlossen und zur Verfügung gestellt wurden diese Gelder jedoch vom Landtag.

Wie so oft steckt aber auch hier der Teufel im Detail. Denn obwohl der Landtag ausreichend Mittel auch für den Musikbereich zur Verfügung gestellt hat und sich die Landesregierung bei der Förderung des Musikbereiches selbst besondere Akzente zuschreibt, bleibt Tatsache, dass die Staatskanzlei gerade versucht, das IMPULS-Festival als einziges Festival für zeitgenössische Musik in Sachsen-Anhalt radikal zu beschneiden.

Das IMPULS-Festival somit in seiner Existenz zu gefährden, widerspricht dem Eigenlob der Landesregierung. Hier von einem starken Signal für das Kulturland Sachsen-Anhalt zu sprechen, ist zynisch.

Wie bereits angekündigt wird die Fraktion DIE LINKE zur kommenden Landtagssitzung einen Antrag einbringen, der die Landesregierung auffordert, das IMPULS-Festival als erfolgreiches und europaweit einzigartige Projekt fortzuführen.“


Magdeburg, 1. März 2018