Zur morgigen ersten Beratung des Sportfördergesetzes für Sachsen-Anhalt im Landtag erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:
„Für die Sportentwicklung und das Sporttreiben der Menschen ist es unerlässlich, ein Sportfördergesetz zu erarbeiten. Land und Kommunen schützen und fördern den Sport. Mit Blick auf die Landesverfassung könnte ein Sportfördergesetz dieses Ziel in neuer Verbindlichkeit umsetzen. DIE LINKE begrüßt, dass die Landesregierung nun dem positiven Beispiel anderer Bundesländer folgen will.
DIE LINKE hält es für wichtig, die Sportentwicklung zukünftig als Teil der Landesentwicklung zu begreifen und zu unterstützen. Dabei gilt es, sowohl den Belangen des Natur- und Umweltschutzes, der Raumordnung und Landesplanung als auch der örtlichen Traditionen hinreichend Rechnung zu tragen. Unverzichtbar ist dabei aus Sicht der LINKEN, dass das Land und die Kommunen partnerschaftlich mit den Sportorganisationen zusammen arbeiten, um mehr Planungssicherheit, Eigenverantwortung der Partner und eine effizientere Kontrolle in der Sportförderung zu sichern.
Nicht nur in Bezug auf die UN-Behindertenrechtkonvention muss es in stärkerem Maße gelingen, allen Einwohnern eine sportliche Betätigung zu ermöglichen und den Sport grundsätzlich barrierefrei zu organisieren. DIE LINKE wird sich für eine ausgewogene Förderung des Freizeit-, Breiten-, Behinderten- und Gesundheitssports sowie des Nachwuchsleistungs- und Spitzensports einsetzen.
Für DIE LINKE bleibt daneben festzuhalten, dass das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen ein zentraler Baustein für den Sport in unserem Land ist. Mit einem zukunftsfähigen Sportfördergesetz für Sachsen-Anhalt gilt es, die Förderung von Sportangeboten sowie die Verbesserung der Sportinfrastruktur auf eine eindeutige und verlässliche Grundlage stellen, um kommenden Herausforderungen gerecht werden zu können.“
Magdeburg, 12. Juli 2012