Zur Problematik der nachschulischen und Ferienbetreuung von Schülerinnen und Schülern an Förderschulen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt:
„Der Antrag meiner Fraktion „Freizeit-, Bildungs- und Betreuungsangeboten für Förderschülerinnen und Förderschüler auch in den Ferienzeiten sichern“ und zahlreiche Petitionen, die den Landtag erreichten, haben endlich nach vielen Jahren spürbare Bewegung in das Problem gebracht.
Die von den zuständigen Ministerien eingerichtete sogenannte Clearingstelle versuchte Lösungen in besonders problematischen Fällen zu finden.
Diese Lösungen sind aber brüchig, manche Antragstellerin, mancher Antragsteller fiel einfach dadurch aus der Liste, weil das Angebot nicht tragfähig war und man dann doch selbst irgendeinen Weg finden musste. Darüber hinaus kosten einige Lösungsvarianten den betroffenen Familien viel Geld und können erhebliche organisatorische Probleme nicht überwinden.
Nach wie vor zögert die Landesregierung, schnell eine grundsätzliche Klärung des Problems auf den Weg zu bringen.
Die Fraktion DIE LINKE fordert erneut und nachdrücklich, die mit dem Schulgesetz gegebenen Möglichkeiten auszugestalten und an den betreffenden Förderschulen Hortangebote einzurichten, die mit hoher Professionalität und in der Regel mit guten Voraussetzungen dort betrieben werden können. Diese Förderschulen würden damit als anspruchsvolle Ganztagsschulen entwickelt, die auch in der Lage sind Ferienbetreuung vorzuhalten.
DIE LINKE ist sich bewusst, dass dafür entsprechende personelle Ressourcen bereitgestellt werden müssen.
Hier sind im Interesse der Kinder und Jugendlichen wie ihrer Eltern schnelle Entscheidungen erforderlich und auch die Personalfragen müssen jetzt geklärt werden – solange es noch Spielräume gibt."