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29. April 2017

Gewaltfreie Erziehung braucht ein kinder- und familienfreundliches Gesellschaftsklima

Zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April erklärt die kinder- und familienpolitische Sprecherin Monika Hohmann:

„Jährlich erinnert der 30. April an Kinder, die auch heute noch Gewalterfahrungen in ihren Familien machen. Er ist Botschaft und Mahnung an Erwachsene und Eltern, ihre Kinder ohne Gewalt großzuziehen.

Zwar sind die Zahlen rückläufig aber auch heute ist der Klaps auf den Po, gefolgt von der Ohrfeige, die am häufigsten genannte Gewaltform in der Erziehung. Jungen erfahren im Schnitt häufiger Gewalt in der Erziehung als Mädchen. Mit steigender Anzahl der Kinder in einer Familie wachsen leider auch die Bereitschaft bzw. die Gelegenheiten, Gewalt in der Erziehung auszuüben.

Das Handeln der Eltern liegt oftmals in Überforderung und Stress oder dem Druck, alles richtig machen zu wollen, begründet. Auch die zunehmende Belastung durch die Arbeitswelt macht es Eltern schwer, die notwendige Ruhe, Nachsicht und Gelassenheit zu haben. Dabei plagt viele Eltern nach der Ohrfeige ein schlechtes Gewissen.

Gewalt in der Erziehung ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und zeigt, wie wichtig ein kinder- und familienfreundliches Klima in unserer Gesellschaft, auch und insbesondere in der Berufs- und Arbeitswelt der Erwachsenen ist, und wie wichtig Entspannungsräume sind, in denen wir die notwendige Ruhe finden, auch einmal Zeit für uns zu haben.“


Magdeburg, 29. April 2017