Zur Position des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zu Gründerzentren in Sachsen-Anhalt erklärt der wirtschaftspol. Sprecher der Fraktion Dr. Frank Thiel:
„Wie so oft, sind pauschale Aussagen – diesmal zur Tätigkeit und Wirksamkeit von Gründerzentren in Sachsen-Anhalt – nur wenig hilfreich. Niemand plant wohl die inflationäre Errichtung von Gründerzentren im Lande, das wäre ebenso unvernünftig wie die vom Institut für Wirtschaftsforschung vorgeschlagene Schließung solcher Einrichtungen.
Für DIE LINKE stellt die Stärkung des Innovationspotenzials des Landes eine zentrale Aufgabe der nächsten Jahre dar. Das erfordert den Ausbau sowohl wissenschafts- und forschungsorientierter Unternehmen als auch entsprechender Serviceunternehmen für Technologietransfer, Beratung und Qualifikation. Gründerzentren können hier ebenso einen wichtigen Beitrag leisten, wie bei der Nachhaltigkeitsprüfung gerade auch wirtschaftspolitischer Entscheidungen.
Anstatt die Schließung von Gründerzentren zu propagieren, könnte sich das Institut für Wirtschaftsforschung mit Vorschlägen verdient machen, wie das Potential der Gründerzentren noch weitaus wirksamer und gezielter zu nutzen ist. Da reicht das Spektrum von der effektiven Begleitung innovativer Neugründungen bis hin zur Problematik der regionalen Wirtschaftsförderung. Konkrete Vorschläge des Instituts zu diesen Problemfeldern würde DIE INKE ausdrücklich begrüßen.
Im Übrigen betont Wirtschaftsminister Haseloff in seinem Impulspapier zur Landtagswahl 2011, die CDU Sachsen-Anhalt stehe nicht für kurzatmige, sondern für eine verlässliche Politik. Es wäre aufschlussreich, die Position Herrn Haseloffs zur Zukunft der Gründerzentren zu erfahren, in besagtem Papier finden sie leider keine Erwähnung.“
Magdeburg, 18. August 2010