17. Januar 2012

Keinen Missbrauch der Messerattacke in Dessau-Roßlau zulassen

Zur Messerattacke auf einen 29jährigen Mann in Dessau-Roßlau erklären der regionale Abgeordnete Frank Hoffmann und der sportpolitische Sprecher der Fraktion Uwe Loos:

„Dass Dessau-Roßlau auf diese Art erneut in die Schlagzeilen gerät, ist außerordentlich zu bedauern. Unsere Anteilname und die besten Wünsche für eine vollständige Wiederherstellung seiner Gesundheit gelten dem Opfer.

Dass sich Sportfreunde und Angehörige über die Tat entrüsten, ist verständlich. Jetzt kommt es umso mehr darauf an, dass die ermittelnden Behörden den Tathergang schnell aufklären, ebenso die Situation, die zur Tat führte. Immerhin besteht die reale Gefahr, dass die entstandene Situation von Kräften missbraucht wird, die für die Umsetzung ihres rechten Gedankenguts in der Bevölkerung eine auch emotional angespannte Stimmung zu nutzen. In sozialen Netzwerken wie Twitter ist leider– gerade auch im Nachgang zu den Ereignissen des 7. Jahrestages des Todes von Oury Jalloh – bereits eine erkennbare Aufheizung der Stimmung zu verzeichnen.

Es gibt Anlass zu der Befürchtung, dass sich beide Ereignisse auch auf die bevorstehenden Proteste gegen den zu erwartenden Aufmarsch von Neonazis am 10. März in Dessau-Roßlau anlässlich der Zerstörung der Stadt im 2. Weltkrieg auswirken werden.

Neben der zügigen Aufklärung ist es jetzt von großer Bedeutung, dass die demokratischen Kräfte in der Stadt und auch darüber hinaus die Entwicklung sorgfältig beobachten, zur Besonnenheit mahnen und rechtsextremen Kräften keinen Raum lassen.“

Magdeburg, 17. Januar 2012