„Die Erhöhung der Grundstipendien für DoktorandInnen ist - auch mit Blick auf die Inflationsraten der letzten Jahre - dringend erforderlich, um den besten AbsolventInnen unserer Hochschulen eine Perspektive im Land bieten zu können.
Mit dem Gesetzentwurf soll eine Anhebung der Grundstipendien auf 1.050 Euro erfolgen. Sachen-Anhalt würde somit den längst fälligen Schritt der Bundesregierung nachvollziehen, welche eine ähnliche Erhöhung der Stipendien der vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke bereits im letzten Jahr angewiesen hat. Die Höhe der Landesstipendien stagniert seit 2001 bei 894,61 Euro. Nach Abzug der durch den oder die Promovierende zu tragenden Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung verbliebe ein Betrag, der nur unwesentlich über der Armutsgrenze liegt.
Zudem sollen die restriktiven Regelungen zum Nebenerwerb entbürokratisiert und gelockert sowie Schwerbehinderten ein Nachteilsausgleich gewährt werden.
Der Gesetzentwurf der LINKEN soll zudem klarstellen, dass auch Fachhochschulen des Landes Stipendien aus dem Graduiertenförderprogramm des Landes an ihre AbsolventInnen vergeben können, und somit einen Anreiz für eine stärkere Einbindung der Fachhochschulen in kooperative Promotionsverfahren setzen.“