16. Juni 2017

Gesund, frisch, regional – zurück zur eigenen Schulküche

Die Fraktion DIE LINKE setzt sich in der kommenden Landtagssitzung für eine Erweiterung des Schulobst- und Schulmilchprogramms der EU ein und fordert die Landesregierung darüber hinaus auf, ein Förderprogramm zur Eigenversorgung in den Schulen, sprich für eigene Schulküchen, aufzulegen. Dazu erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher Andreas Höppner:

„Die Rückkehr zur eigenen Schulküche soll freiwillig sein. Mit unserem Vorschlag für ein Förderprogramm wollen wir dafür die nötigen Anreize schaffen. Dabei soll vor allem auf Standards wie frische regionale Produkte, ausgewogene und kindgerechte Ernährung, Bio-Essen aber auch auf unterschiedliche Essgewohnheiten aufgrund von religiöser Zugehörigkeit geachtet werden.

Hintergrund ist, dass immer mehr Eltern unzufrieden mit der Essensversorgung in den Schulen sind: Zumeist von Caterern geliefert, wird das Essen schon früh am Morgen zubereitet und oft aus Produkten, die in nicht nachhaltigen Verpackungen lange Wege um den Globus hinter sich haben. Geschmack und Nährwert bleiben dabei auf der Strecke. Auch Schülerinnen und Schüler sind unzufrieden und suchen sich Alternativmöglichkeiten, sei es der Bäcker oder der Supermarkt um die Ecke.

Die Fraktion DIE LINKE hält das aus gesundheitlicher und ernährungsphysiologischer Sicht für falsch. Seit vielen Jahren befürworten wir das EU-Schulobst- und Schulmilchprogramm. Kinder an das Thema gesunde Ernährung heranzuführen und dabei regionale Wirtschaftskreisläufe zu unterstützen, halten wir für einen gelungenen Ansatz. Aber weder ist dieses Programm finanziell genügend ausgestattet, noch erreicht es den Großteil der Kinder, geschweige denn die höheren Klassen.“


Magdeburg, 16. Juni 2017