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23. März 2018

Bei Winckelmann-Jubiläum zu inaktiv – Norden Sachsen-Anhalts muss im Kulturbereich deutlich aktiver seine Interessen verfolgen

Zur heutigen Berichterstattung der Stadt Stendal und der Winckelmann-Gesellschaft im Ausschuss für Kultur erklärt der Abgeordnete Wulf Gallert:

„Aufgrund eines Selbstbefassungsantrages der Fraktion DIE LINKE hatten heute der Stendaler Vize-Oberbürgermeister Axel Kleefeldt, der Vorsitzende der Winckelmann-Gesellschaft Prof. Max Kunze und die Geschäftsführerin Dr. Stephanie-Gerrit Bruer die Gelegenheit, über den Fortgang der Winckelmann-Jubiläen und des Museumsbaus zu berichten.

Trotzdem es leider beim Bau des Museums zu Verzögerungen kam, konnten die Vertreter von Stadt und Winckelmann-Gesellschaft ein positives Fazit ziehen. Vor allem die gewaltige internationale Resonanz der Feierlichkeiten macht deutlich, dass es sich bei Winckelmann um eine Persönlichkeit europäischer Bedeutung handelt. Veranstaltungen der Winckelmann-Gesellschaft werden in Italien unter Schirmherrschaft des Staatspräsidenten durchgeführt. Aber auch die Klassik-Stiftung Weimar stellte für eine dreimonatige Ausstellung mit drei Millionen Euro so viel Geld zur Verfügung, wie das Land Sachsen-Anhalt für das neue Museum und die neue Ausstellung zusammen.

Staatssekretär Schellenberger machte noch einmal deutlich, dass die späte Freigabe der Mittel für den Museumsbau Folge der Konzentration des Kulturetats auf die Lutherdekade war und Mittel deshalb erst nach einer Änderung der Regeln für die Wirtschaftsförderung 2015 aus dem Wirtschaftsministerium bereitgestellt werden konnten.

Letztlich ist dies die entscheidende Ursache für die Verzögerung bei der Fertigstellung des neuen Museums. Einmal mehr wurde auch deutlich, dass der Norden Sachsen-Anhalts im Kulturbereich deutlich aktiver seine Interessen im Land verfolgen muss. Vor allem der Landkreis Stendal war im Zusammenhang mit dem Winckelmann-Jubiläum deutlich zu inaktiv.“


Magdeburg, 23. März 2018