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21. Juni 2017

Geleakte Chatprotokolle offenbaren das wahre Gesicht der AfD

Zu den Inhalten der geleakten Chatprotokolle der AfD Sachsen-Anhalt erklärt die Rechtsextremismus-Expertin Henriette Quade:

„Die Chatprotokolle zeigen wenig überraschend, dass Niveau und Anstand in der AfD kein Zuhause haben. Neben allerlei Geschmacklosigkeiten finden sich aber auch Aussagen, die durchaus als programmatische Ansagen verstanden werden müssen und vor deren Hintergrund auch offizielle Äußerungen und Anträge der AfD gelesen werden müssen. Der Antrag zur Einführung eines Heimatdienstes im Landtag von Sachsen-Anhalt ist hierfür beispielhaft. Ganz nebenbei liefern die Chatprotokolle schriftlich vom Vorsitzenden: Die behauptetet Abgrenzung zur IB und PEGIDA taugt nicht mal als Makulatur.

Wenn der Chef der AfD in Sachsen-Anhalt den alten NPD Slogan 'Deutschland den Deutschen' mittlerweile auch öffentlich versucht, zu rehabilitieren und Schulungen in Landesverteidigung und Erweiterung der Außengrenzen fordert, dann sind das eindeutig rechtsextreme Positionierungen. Dass sich in dieser Gruppe offenbar auch mehrere Polizisten befinden könnten, die vom gemeinsamen Kampf träumen, sollte den Innenminister alarmieren. Unterm Strich zeigen die Protokolle: Die AfD ist ein von Machtkämpfen erschütterter, mehr oder weniger autoritär geführter, rechtsextremer Wahlverein, der im Begriff ist, an den eigenen Zerwürfnissen und Unzulänglichkeiten zu zerbrechen."


Magdeburg, 21. Juni 2017