Zu den Ergebnissen der Klimakonferenz in Durban erklärt die energiepolitische Sprecherin der Fraktion Angelika Hunger:
„Nach der Meldung, dass der CO2-Ausstoß der Welt im letzten Jahr um fast 6 % gestiegen war, hofften viele, dass dies die Klimakonferenz in Durban nachdrücklich auf ihre Verantwortung hinweisen würde.
Diese Hoffnungen wurden klar enttäuscht. Die Verhandlungen gingen ohne fassbares, verbindliches Ergebnis zu Ende, Verhandlungsschritte bis 2020 schieben das Problem weit vor sich her und lassen das Scheitern des Vorhabens, die Erderwärmung unter der 2-Grad-Grenze zu halten, fast sicher werden.
Auch die Fortschreibung des Kyoto-Protokolls wird durch den Ausstieg einiger Staaten immer weiter ausgehöhlt und umfasst nun nur noch 15 % der weltweiten Emissionen.
Die Industrieländer müssen ihre Verantwortung in diesem Prozess, für den sie aus der Historie die Hauptverantwortung tragen, endlich wirklich wahrnehmen. Sie emittieren pro Kopf noch immer weit mehr CO2 als die Schwellenländer und oft mehr als das Fünffache des anzustrebenden Wertes von 2 Tonnen pro Kopf und Jahr.
Deutschland sollte mit einer wirklichen Energiewende und Energiesparstrategie ein Beispiel geben. Das wäre ein wirklicher Beitrag zu internationalen Klimakonferenzen. Hier hat auch Sachsen-Anhalt seine Verantwortung, die es noch konsequenter wahrnehmen muss.“
Magdeburg, 12. Dezember 2011