Volksinitiative für mehr Personal an den Schulen

Pressemitteilung der Volksinitiative für mehr Personal an Schulen

Vor einem Jahr setzte sich die Landesregierung ambitionierte Ziele für die personelle Ausstattung der Schulen in Sachsen-Anhalt. Inzwischen macht sich vielerorts Ernüchterung breit, zahlreiche Missstände lassen sich auch mit Notmaßnahmen nicht mehr kaschieren. Die jetzt angestoßene Volksinitiative will erreichen, dass das Land 1.400 zusätzliche Einstellungen an den Schulen tätigt.

Das breite Bündnis hinter der Volksinitiative wird in den nächsten Wochen und Monaten unter dem Motto „Den Mangel beenden! – Unseren Kindern Zukunft geben!“ Unterschriften von Wähler*innen in Sachsen-Anhalt sammeln. Konkrete Punkte sind die zusätzliche Einstellung von 1.000 Lehrkräften sowie 400 Pädagogischen Mitarbeiter*innen, die Ermittlung des tatsächlichen Personalbedarfs für die sonderpädagogische Förderung durch unabhängige Expert*innen und die Ausweitung und Verbesserung der Ausbildungskapazitäten für pädagogisches Personal. Kommen 30.000 Unterschriften zusammen, muss sich der Landtag mit der Thematik befassen.

Gewählte Sprecherinnen des Bündnisses sind Thekla Mayerhofer, Vorsitzende des Grundschulverbandes Sachsen-Anhalt, und Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt. Beide erläuterten heute in Magdeburg die Gründe und Ziele der Volksinitiative. Mayerhofer sagte dazu: „Es ist höchste Zeit, dass etwas passiert! Wir müssen für die Zukunft unserer Kinder, ja unseres Landes, einstehen.“ Mit Blick auf die angekündigten sogenannten »bedarfsmindernden Maßnahmen« ergänzte Gerth: „Abwarten, taktieren und schönrechnen scheint momentan die einzige Strategie der Landesregierung zu sein, während den Schulen auch die letzte Luft zum Atmen genommen wird. Die Volksinitiative soll ein klares Signal zu ersten Verbesserungen nach langen Jahren des Abbaus setzen.“

Dem Bündnis gehören bisher der Grundschulverband, der Verband Sonderpädagogik, die Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik, der Deutsche Sportlehrerverband, der Landeselternrat, der Verband Bildung und Erziehung, der Sekundarschullehrerverband, der DGB, die Partei die LINKE, Studierende, Vertreter*innen der Wissenschaft und die GEW an. Der Aufruf zur Volksinitiative findet sich anbei.

Die ersten Unterschriften für die Volksinitiative werden am 4. Mai 2017 ab 9 Uhr direkt vor dem Landtag gesammelt. Wähler*innen sind eingeladen, sich hier von 9 bis 10 Uhr zu informieren und als Erstunterzeichner das Anliegen der Volksinitiative zu unterstützen.