30. Januar 2018

Bericht zur ersten Klausur des AK III 2018

Abgeordnete und MitarbeiterInnen des AK III besuchen die Ausstellung "Klimagewalten" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle und die HAVAG (Hallesche Verkehrs-Aktiengesellschaft)

Die erste ganztägige AK-Klausur des Arbeitskreises III in diesem Jahr stand ganz im Sinne des Klimas: Wie beeinflusst Klima unser Leben? Wie beeinflussen wir das Klima?

Die erste Station führte uns in die Ausstellung "Klimagewalten" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Die Ausstellung thematisiert die Fragen, wie sich extreme Klimaschwankungen erklären lassen, welche Ursachen ihnen zugrunde liegen, mit welchen Strategien die Lebewesen darauf reagieren und ob der stetige Klimawechsel gar treibende Kraft der Evolution und damit Grundlage unserer Existenz sein könnte. Dabei wird die Entwicklung der Säugetiere in den letzten 65 Millionen Jahren fokussiert und mit vielen beeindruckenden Exponaten unterlegt. Herr Prof. Meller, der Direktor des Landesmuseums, und Frau Weiß führten den Arbeitskreis durch die sehr spannende Ausstellung. Wir haben sehr viel neues Wissen mitgenommen und können die Ausstellung "Klimagewalten" nur empfehlen.

Am Nachmittag waren wir bei der HAVAG (Hallesche Verkehrs-Aktiengesellschaft) zum Gespräch mit HAVAG-Vorstands-Chef Vinzenz Schwarz und dem Geschäftsführer der Halleschen Stadtwerke GmbH, Matthias Lux, zu Besuch.

Die Themen waren u.a. die Finanzierung und Stärkung des Öffentlichen Verkehrs (ÖPNV) und die Fragen zu nachhaltiger Mobilität unter Aspekten des Klimaschutzes und Energieverbrauchs. Einigkeit bestand darin, perspektivisch ein BürgerInnen-Ticket anzustreben, wobei gesetzliche Regelungen oder steuerliche Maßnahmen noch genauer zu untersuchen sind. Beim Ausbildungsverkehr hätte sich Herr Schwarz von der Landesregierung neben der Zusage einer Fortführung der Förderung mit 31 Mio. Euro eine Dynamisierung der Mittel gewünscht. Herr Lux regte an, bei der Diskussion um E-Mobilität den Netzausbau über die Netzagentur stärker einzufordern. Das könnten die Energieversorger nicht leisten. Auf dem Weg zur Barrierefreiheit des ÖPNV forderten alle Beteiligten eine engagiertere Förderung durch die Landesregierung. Für den Haltestellenumbau seien lediglich 1 Mio. Euro für die Jahre 2017 und 2018 für das gesamte Land vorgesehen, die Förder-Richtlinie erst jetzt veröffentlicht.